• Das Foto zeigt den dbb jugend‑Vorsitzenden Matthäus Fandrejewski.
    Matthäus Fandrejewski, Vorsitzender der dbb jugend

Vorschläge zur Reform der gesetzlichen Krankenkasse Fandrejewski: „Nicht die Jugend die Zeche zahlen lassen“

Der Chef der dbb jugend unterstreicht, dass Reformen notwendig sind. Aber nicht alle Vorschläge der Experten hält er für richtig.

„Es steht vollkommen außer Frage, dass es mit der gesetzlichen Krankenkasse so nicht weitergeht“, sagte Matthäus Fandrejewski, Vorsitzender der dbb jugend, am 31. März 2026 in Berlin mit Blick auf die Vorschläge, die eine Expertenkommission zur Reform der gesetzlichen Krankenkasse vorgelegt hat. Mehr staatliche Beiträge für Bürgergeldbeziehende und obligatorische Zweitmeinungsverfahren bei teuren medizinischen Eingriffen – diese Vorschläge sind sinnvoll, so Fandrejewski.

Deutliche Kritik übt er hingegen an dem Vorschlag, beim Krankengeld zu sparen. Dieses erhalten gesetzlich Versicherte, wenn sie im Job länger als sechs Wochen ausfallen. Der Vorsitzende der dbb jugend verweist auf ein Ergebnis der aktuellen Trendstudie Jugend in Deutschland: „29 Prozent der jungen Menschen unter 30 geben an, psychologische Unterstützung zu benötigen. Und jetzt schlägt die Expertenkommission vor, ausgerechnet beim Krankengeld zu sparen. Menschen, die Krankengeld beziehen, leiden in vielen Fällen unter psychischen Erkrankungen und befinden sich in einer Ausnahmesituation. Es wäre fatal, ihnen auch noch das Krankengeld zu kürzen!“

Grundsätzlich fordert Fandrejewski die Politik auf, die Gesundheitsförderung junger Menschen stärker in den Fokus zu rücken: „Stressmanagement ist für viele ein Thema. Wir brauchen Gesundheitsförderung im öffentlichen Dienst, die sich an den Bedürfnissen der jungen Menschen orientiert. Es kann nicht sein, dass die Jugend in einer alternden Gesellschaft immer nur die Zeche zahlt.“

 

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